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Workaholic verlieren sich

Tag des Workaholic: Sie sind Verlierer

Tag des Workaholic: Sie sind Verlierer

Ich bin ein Workaholic, so sagst du mit einem hämischen Schmunzeln.
Du bist stolz auf dein Leben und hasst es zugleich.

Es ist Sommer und du merkst es nicht

Einen Blick auf den Kalender sagt Thomas, dass es Sommer ist. Die Sonne scheint, die Blumen blühen und lachende Menschen tummeln sich an Seen und in Parks. Doch Thomas nimmt das nicht wahr. Sein Sommer, sein Herbst, sein Winter und sein Frühjahr sind seine Arbeit. Sie sind sein Heute, sein Morgen und sein Gestern. Er hat jegliches Zeitgefühl verloren.

Er kann sich nicht an der Natur, an Kleinigkeiten des Alltags und dem Lachen seiner Kollegen erfreuen. Thomas freut sich über seine Arbeit, über seine Leistungen, seinen beruflichen Erfolg und merkt nicht, dass er die Sicht für die alltäglichen Dinge verloren hat.

Thomas sagt immer kurzfristig private Treffen ab. Ich muss das noch fertigmachen, so sagt er. Und dabei merkt er nicht, wie er immer mehr Freunde und seine Familie verliert. Und wenn er dann doch einmal aufkreuzt, dann ist er nur körperlich anwesend oder er spricht nur über seine Arbeit. Er will nicht verstehen, dass er sein soziales Umfeld verloren hat.

Er ist längst Sklave seiner Arbeitszeit. Er ist gefangen in seinen Terminen, Deadlines und Projekten. Sie herrschen über seine Zeit und er unternimmt nichts dagegen. Andere sehen, dass er nicht mehr Herr über seine Zeit ist und er längst seine freie Bestimmung über seine Zeit verloren hat.

Thomas ist ein Workaholic und hat sich selbst verloren

Einen Thomas, ein Du, existiert nicht mehr.
Du hast deine Emotionen verloren, denn Thomas liebt und hasst zugleich seine Arbeit.

Warum ist ein Workaholic ein Verlierer?

  • Du verlierst deine Zeit.
    Du lässt es zu, dass die Arbeit, Deadlines und noch mehr Projekte deine Zeit stehlen. Zeit, die du für dich brauchst.
  • Du verlierst eine gesunde Sichtweise.
    Du kannst privates nicht mehr von beruflichem unterscheiden. Du weißt nicht mehr, was wichtig und unwichtig ist.
    Du hast einen Tunnelblick und siehst die Menschen und das Leben um dich herum nicht mehr. Zuerst kannst du
    es nicht mehr sehen und zuletzt willst du es nicht mehr sehen.
  • Du verlierst deine sozialen Kontakte.
    Familie und Freunde dringen nicht mehr zu dir durch. Du klammerst sie kategorisch aus deinem Leben aus.
    Sie würden dich auch nicht verstehen, denn ihr lebt längst in Parallenwelten. Und du merkst nicht, wie sehr du
    vereinsamst.
  • Du verlierst deine Freiheit.
    Du denkst, du hast die Macht über deine Zeit, deinen Körper und deinen Willen. Ja, die hattest du einmal.
    Auch deine Gedanken sind nicht mehr frei. Sie kreisen nur um das Eine: deine Arbeit.
  • Du verlierst dich selbst.
    Das Wort „Ich“ kannst du getrost aus deinem Wortschatz streichen. Du nimmst dich als Mensch nicht mehr wahr,
    denn das wäre hinderlich für deine Arbeit. Du mutierst zu einem Neutrum und lebst es.

Der Moment, wenn du merkst, dass du deine Arbeit liebst und zugleich hasst.

Nutze diesen Moment, um aufzuwachen.
Denn nur du hast die Macht, dass zu tun, was du liebst und das zu lassen, was du hasst.

Thomas hatte diesen Moment, als er körperlich zusammenbrach und keiner mehr da war, der es mitbekommen hätte oder ihn im Krankenstand besucht hätte.
Nach einem längeren, inneren Kampf hat er dieser Hassliebe den Kampf angesagt.

Deine befreiende Lösung

Oh Mann, hier gibt es so viele Möglichkeiten, um sich als Workaholic zu befreien.

  • Nimm eine Auszeit. Gehe auf Reisen und schau dir die Welt und das Leben an.
  • Suche dir eine neue Arbeit, mit geregelten Zeiten.
  • Nimm wieder Kontakt zu den Menschen auf und fühle dich wohl in ihrer Gegenwart.
  • Schaffe dir ein schönes Zuhause.

Und wenn es mal wieder dicke kommt,
dann schaffe dir ein Team an, dass die Arbeit auf viele Schultern verteilt.